Umleitungskonzept ohne Umleitungen
Ein dreister Versuch, Bürger und Presse für dumm zu verkaufen
Der Verkehr wird angeblich umgeleitet - mit einem Umleitungskonzept ohne Umleitungen!
Der Frankfurter Verkehrsdezernent Siefert von den Grünen verspricht, den Verkehr "umzuleiten" um negative Folgen für Sachenhausen abzuwenden. Seine "Umleitungen" sind aber gar keine Umleitungen. Es sind nur Fahrempfehlungen, an die man sich nicht halten muss, an die sich niemand hält, der ortskundig ist oder ein Navigationssystem besitzt.
Niemand fährt kilometerlange Umwege, wenn man es nicht muss. Wenn man auf einen gesperrten Mainkai trifft, nutzt man die kürzeste Alternative und das ist der Schaumainkai auf der südlichen Mainseite. Das kann man mit keinem Verkehrs- oder Umleitungskonzept verhindern, es sei denn, man sperrt die Mainbrücken.
Angeblich sind die negativen Folgen für Sachsenhausen durch die Sperrung "beherrschbar". Warum beherrscht man sie dann seit 6 Jahren nicht? Das Einzige, was Siefert & Co. seit 6 Jahren zur "Beherrschung" zustandegebracht haben, ist ein Umleitungskonzept ohne Umleitungen.
In einem gemeinsamen Antrag vom 13.1.2022 von SPD, Grünen, Volt und FDP war zur Mainkai-Sperrung zu lesen: "Die Umsetzung wird schrittweise erfolgen. Dabei werden sukzessiv Maßnahmen ergriffen und evaluiert. So soll gewährleistet werden, dass die Stadtteile - vor allem Sachsenhausen - durch den autofreien Mainkai nicht zusätzlich belastet werden und der Wirtschaftsverkehr weiterhin funktioniert."
Der Magistrat wurde in diesem Antrag aufgefordert: "Ein Umleitungskonzept für eine Sperrung des nördlichen Mainkai zu erstellen und zeitnah im Ausschuss für Mobilität und Smart-City zu präsentieren."
Alle sogenannten "Umleitungen" sind lediglich Fahrempfehlungen, an die man sich nicht halten muss, an die sich niemand hält, der ortskundig ist oder ein Navigationssystem besitzt.
Wir haben CHAT-GPT gefragt: Wie lange sind die Umleitungen, die man fahren muss, wenn man das Umleitungskonzept zur Mainkai-Sperrung in Frankfurt befolgt? Die Antwort:
- PKW-Verkehr nördlich um die Innenstadt über den Alleenring oder Anlagenring geleitet wird. Je nach Start- und Zielpunkt in der Stadt kann die Umleitung etwa 3 bis 5 Kilometer zusätzlich betragen, da diese Ringe als größere Straßen außerhalb der Innenstadt liegen.
- LKW-Verkehr wird deutlich weiträumiger umgeleitet, indem er südlich über die Mörfelder Landstraße geführt wird und über die Friedensbrücke oder die Honsell- und Osthafenbrücke den Main quert. Diese Umleitungen sind speziell für LKW-Verkehre zwischen Westhafen und Osthafen und könnten rund 4 bis 7 Kilometer mehr Fahrstrecke bedeuten, je nach Ausgangs- und Endpunkt.
Darf man als Verkehrspolitiker oder Journalist wirklich so naiv sein und glauben, dass Pendler, Handwerker, Logistiker, Service-Techniker, LKW-Fahrer, die immer unter Zeitdruck stehen, freiwillig kilometerlange Umwege fahren, wenn sie es nicht müssen?
"Umleitungskonzept" zur Mainkai-Sperrung
Blaue und rote Linien in einen Stadtplan malen und Jahr für Jahr gelbe Schildchen mit der Aufschrift "Mainkai-Umfahrung" aufstellen, die niemanden interessieren - zu mehr reicht es nicht im Verkehrsdezernat. Das ist das Einzige, was Siefert & Co. in 6 Jahren zustandegebracht haben, um die negativen Folgen für Sachsenhausen zu "beherrschen".
Große Teile der Politikerlandschaft und Teile der Presse lassen sich Jahr für Jahr für dumm verkaufen und glauben an die Wirkung eines "Umleitungskonzepts", in dem es keine einzige Umleitung gibt.
So lange die Mainbrücken nicht gesperrt werden, werden alle, die auf einen gesperrten Mainkai treffen, versuchen, über die kürzeste Alternative ans Ziel zu kommen. Und das ist der Schaumainkai.
Sie werden sicher nicht 5, 6 oder 7 km Umwege fahren, wenn sie es nicht müssen. Wer an so etwas glaubt, ist naiv und hat im Stadtparlament nichts zu suchen und noch weniger im Verkehrsausschuss.